Stille Auktion
12.9-30.9 2026
Gebot an: karina@syndicunst.com
oder via DM oder sonstigem Kanal oder Postkarte.
Jetzt gehts los. Die stille Auktion startet.
Zur stillen Auktion
Mich erreichten Fragen nach dem "Warum"
Braucht sie Geld?
Findet sie alles scheiße?
Hat das Lager einen Wasserschaden?
Und ich möchte alles in dieser imaginären Pressekonferenz verneinen, dementieren und vielleicht sogar aufs Schärfste verurteilen (hab ich von der CDU gelernt).
Nichts davon trifft zu. Es ist lediglich der Reiz der Zerstörung, die Lust an der Schaffung des Neuen. Die Mischung aus Impulskontrolle und loslassen.
Vielleicht ist die einfachste Antwort nach dem Warum:
Ich bin Künstlerin (gefolgt von einem Schulterzucken und dem abaschen einer selbstgedrehten Zigarette)
Jetzt zur Beschreibung:
Kurzfassung:
Niemand sieht euer Gebot, bietet was ihr wollt. Kein Gebot gleich Zerstörung.
Rot: bisher kein Gebot.
Grün: Es gibt ein Gebot, aber ihr könnt weiter abgeben. Das höchste erhält den Zuschlag
Langfassung:
Auf meiner Webseite findet ihr unter dem Reiter „Stille Auktion“ heute alle Werke, die noch da sind (denn einige sind ja auch bereits in neuen Händen), sowie eine kleine Beschreibung oder eine Verlinkung zu einer längeren.
In dem Zeitraum bis zum 30.9. könnt ihr per Mail ein Gebot eurer Wahl mit der Nummer des Werkes abgeben und erhaltet dann den Zuschlag. Es gibt kein Mindestgebot. Heißt, im Grunde könntet ihr ganz frech 1 Euro auf etwas bieten, was euch überhaupt nicht gefällt, schmeißt den (in euren Augen Schund) in den Müll und verkauft (doppelt frech) den teuren Lindenholzrahmen mit Museumsglas für richtig Asche weiter. Im Stillen hoffe ich dann natürlich, kurze Zeit später wahnsinnig berühmt zu werden und dass irgendein Nachbar heimlich den „Schund“ aus dem Müll gefischt hat und wir uns alle gegenseitig verklagen wie einst der Fall um Gerhard Richter. Ich schweife ab…
Jedenfalls gibt es, sobald ein Gebot abgegeben wurde, einen grünen Punkt am Werk und ihr könnt munter weiterbieten. Die Gebote erscheinen aber nicht öffentlich, somit weiß man erst am Ende, ob das Gebot ausgereicht hat oder nicht.
Seht ihr grün, könnt ihr aber natürlich gerne auch weiterbieten per Mail.
Rot hingegen heißt, niemand hat bisher geboten und wenn das bis zum 30.9. so bleibt, wird das Werk öffentlich zerstört.
Und dann findet alles seine neue Form. Bei euch oder eben in der Zerstörung.
Treuhand 2026 1
70x100
Linoldruck auf Büttenpapier
Lindenholzrahmen
In Brandenburg wurde Harz abgezapft. Dieser kleine Wirtschaftszweig endete abrupt mit der Wende und viele Menschen verloren ihren Beruf. Die Spuren sind bis heute zu sehen an den besonderen Einkerbungen in den Bäumen zur Harzgewinnung. Hier wurde eine Tonskulptur angefertigt, die die jeweiligen Muster dokumentiert sowie Papierarbeiten mit Linolfarbe




The Party is over 1
30x30
Fotographie
Holzrahmen anthrazit
Gebrauchtwagenhändler nehmen viel Platz ein und handeln mit Waren, die dem Untergang geweiht sind und doch zu lange noch auf dem Markt ihren Platz einnehmen. Elektroautos lassen sich noch kaum lohnenswert gebrauchtverkaufen, also hält man am Verbrenner fest.
Üblicherweise geizten diese Händler in den 80ern und 90ern nicht mit Dekoration und so fanden sich Wimpelketten aller Colör an den Eingangstoren. Diese sind kaum noch zu sehen und so fuhr ich durch ganz Deutschland, hängte Wimpleketten auf und fotografierte die Reste dieser Verbrennerparty


Der größte anzunehmende Schmerz ausgelöst durch Durst um 3 Uhr morgens
Bronzeskulptur
ca 27 cm
ca 2,5 kg



BRD75B265/Wir sind nicht da
objet trouvé
Stahl
Was ich mit westdeutschen Sommern verbinde sind endlose Fahrten bei offen gekurbeltem Fenster, hinten sitzend, vorne rauchende Eltern, vorbei an Leitplanken, von denen die Hitze hochflimmerte wie aus Dokumentationen über die Wüste.


Schlussstelle 1
20x30
Collage
Holzrahmen
Das rheinische Braunkohlerevier steht für eine der größten Umsiedlungsmaßnahmen in Deutschland. Unzählige Menschen wurden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, um Platz für den Braunkohleabbau zu schaffen. Dieser Prozess war mit tiefgreifenden sozialen, emotionalen und kulturellen Verlusten verbunden. Sie mussten ihre vertraute Umgebung aufgeben, Gewohntes zurücklassen und an einem neuen Ort von vorne beginnen.
